Schwangerschaft planen: Die richtige Vorbereitung

Vermutlich gibt es nie den perfekten Zeitpunkt für ein Kind, aber oft gibt es den Moment, in dem die Entscheidung gefallen ist: Ein Paar wünscht sich Nachwuchs. Die geplante Schwangerschaft ist ein guter Anlass, sich noch einmal mit dem eigenen Körper und seinen Lebensgewohnheiten auseinanderzusetzen. Denn die körperliche und seelische Gesundheit beider Partner spielt bei der Empfängnis eine entscheidende Rolle.

Paar trifft Vorbereitungen um schwanger zu werden

Der erste Schritt bei der Vorbereitung einer Schwangerschaft ist das Gespräch mit dem Frauenarzt. In der Beratung kann zum Beispiel geklärt werden, wann und wie die bisherige Verhütung beendet wird. Frauen, die beispielsweise mittels Spirale oder eines Hormonimplantats im Arm verhütet haben, müssen diese entfernen lassen.

Wer bis dato auf Kondome gesetzt hat, hat es natürlich einfacher. Auch die Einnahme regelmäßiger Medikamente sollte zur Sprache kommen, da manche Präparate die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.

Impfung als Vorbereitung auf die Schwangerschaft

Mittels Bluttest kann schon bei der Vorbereitung einer Schwangerschaft geklärt werden, ob die werdende Mutter erkrankt ist (zum Beispiel an AIDS) und ob ausreichender Impfschutz besteht.
Das Robert Koch-Institut empfiehlt Impfungen gegen folgende Krankheiten schon vor Eintritt einer Schwangerschaft:

  • Röteln
  • Windpocken
  • Masern
  • Pertussis (Keuchhusten)
  • Tetanus
  • Diphterie
  • Polio (Kinderlähmung)

Gerade der Schutz gegen Windpocken und Röteln ist besonders wichtig. Beide Krankheiten können das ungeborene Kind während der Schwangerschaft schwer schädigen.
Viele Ärzte raten außerdem zu einer Influenza-Impfung, weil das Immunsystem von Schwangeren geschwächt ist und sie anfälliger für eine Ansteckung sind.

Außerdem kann eine schwere Grippe eine Fehl- oder Frühgeburt auslösen.

Vorbereitung der Schwangerschaft bei Männern

Auch die Spermienqualität kann variieren. Darum gibt es für Männer in der Vorbereitung der Schwangerschaft einiges zu beachten: Zentral für die Spermienproduktion ist die richtige Temperatur. Die Reifung der Spermien funktioniert optimal, wenn die Temperatur zwei bis drei Grad unterhalb der Körpertemperatur liegt. Darum sind die Hoden außerhalb des Körpers angesiedelt. Überhitzt der Hoden, werden deutlich weniger Spermien gebildet.

Männer mit Kinderwunsch sollten daher darauf achten, die Beine nicht längere Zeit übereinanderzuschlagen. Generell führt Sitzen zu einer höheren Temperatur in den Hoden als das Stehen, insbesondere, wenn man ein Laptop auf dem Schoß hat. Auch lange, heiße Bäder, die Sitzheizung im Auto und enge Hosen können sich negativ auf die Zeugungsfähigkeit des Mannes auswirken.

Urlaubsplanung bei Kinderwunsch

Viele Paare sind unsicher, ob sie überhaupt noch Reisen planen können, wenn die Vorbereitung einer Schwangerschaft erst einmal auf Hochtouren läuft. Aber vergessen Sie nicht: Die Schwangerschaft kann durchaus auf sich warten lassen. Wartezeiten von über einem Jahr gelten selbst bei regelmäßigem Sex als normal. Außerdem gilt für Schwangere längst kein grundsätzliches Reiseverbot.

Besonders im zweiten Schwangerschaftsdrittel nehmen sich viele Paare noch eine Auszeit und genießen den vorerst letzten Urlaub zu zweit.
Manche Ärzte raten allerdings von Flugreisen im ersten Trimester ab, andere sehen Langstreckenflüge in diesem Zeitraum als unproblematisch an. Die Entscheidung hängt sehr stark von der Gesundheit und der Verfassung der werdenden Mutter ab. Eine reiselustige Frau wird die Urlaubsvorbereitungen weit weniger belastend empfinden als eine Schwangere, die sich große Sorgen macht.

Übrigens: Weniger empfehlenswert sind Reisen in Regionen, die einen erweiterten Impfschutz erfordern und mit einem erhöhten Krankheitsrisiko verbunden sind. Dazu gehören Malaria- oder Gelbfiebergebiete. Sollten in einem eigentlich sicheren Reiseland ‒ wie beispielsweise der Schweiz ‒ gerade die Masern grassieren, ist dies ebenfalls kein guter Urlaubsort für eine Schwangere ohne entsprechenden Impfschutz.

Auch anstrengende Aktivurlaube und Rucksacktouren kommen unter Umständen in einer Schwangerschaft nicht mehr infrage. Wer sich unsicher ist, schließt vorsichtshalber eine Reiserücktrittsversicherung ab, die im Falle einer eintretenden Schwangerschaft greift.

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