Kinderwunsch in Deutschland nimmt wieder zu


In vielen glücklichen Beziehungen gehört der Gedanke, gemeinsam eine Familie zu gründen, ganz natürlich dazu. Die Geburtenzahlen in Deutschland sind seit 1991 rückläufig, aber in den vergangenen Jahren stieg die Geburtenrate wieder an. So erblickten im Jahr 2014 in Deutschland rund 715.000 Babys das Licht der Welt ‒ knapp fünf Prozent mehr als im Vorjahr.

Wir möchten ein Baby


Dabei ist das Familienbild im Wandel: Ebenso wie bei heterosexuellen Paaren gibt es gleichgeschlechtliche Partnerschaften, bei denen ein Kinderwunsch besteht. Auch wenn die rechtliche Situation noch Lücken aufweist, sind die sogenannten Regenbogenfamilien längst Realität. Außerdem stehen immer mehr Singles vor der Entscheidung, ein Kind zu bekommen, auch wenn der Partner dazu fehlt. Ihnen stehen verschiedene Wege offen, darunter die Adoption und die künstliche Befruchtung.

Der Kinderwunsch wird planbar


Dank vielfältiger Verhütungsmethoden sowie der Möglichkeit einer künstlichen Befruchtung können Paare heutzutage die Familiengründung bewusst angehen. Zwar könnte man es genauso wie vor 100 Jahren einfach dem Zufall überlassen, wann und wie viele Kinder man bekommt. Die meisten Menschen möchten den Familienzuwachs jedoch mitbestimmen und ‒ sofern möglich ‒ auch zeitlich planen.

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Gerade berufliche und finanzielle Unsicherheiten führen dazu, dass der Kinderwunsch erst später entsteht. Zwar ist die Fruchtbarkeit der Frau zwischen 20 und 25 Jahren am höchsten, trotzdem bekommen viele Frauen mittlerweile erst ab 30 Jahren ihr erstes Kind. Auch die Schwangerschaften von Frauen über 40 Jahren nehmen zu.

Was beeinflusst den Kinderwunsch?


Viele Faktoren spielen eine Rolle; Gesundheit, Lebensziele und nicht zuletzt die seelische Verfassung:

  • Psychische Probleme,
  • gesellschaftlicher Druck oder
  • Stress im Alltag

können sogar die Ursache von Unfruchtbarkeit sein. Die Paarsituation selbst ist ebenfalls ausschlaggebend für den Kinderwunsch. Denn die Entscheidung für ein Kind hat weitreichende Konsequenzen. Ein Baby stellt das Leben erst einmal gehörig auf den Kopf. In angespannten Partnerschaften stellt dies meist eine größere Herausforderung dar als in eingespielten und glücklichen Beziehungen.

Warten auf die Schwangerschaft


Steht für ein Paar fest: „Wir möchten ein Baby“, gibt es einige Vorbereitungen für die anstehende Schwangerschaft zu treffen. Die Gesundheit beider Partner spielt dabei eine große Rolle. Denn die Ernährung und die Lebensweise wirken sich auf die Fruchtbarkeit aus.

Außerdem wird der Körper der Frau während der Schwangerschaft der Lebensraum des Babys sein. Die Lebensgewohnheiten der Mutter, ihre seelische und körperliche Verfassung sind maßgeblich für die gesunde Entwicklung des Babys.

Wissenswert: Im Durchschnitt lässt eine Schwangerschaft etwa ein halbes Jahr auf sich warten. Bis zu einem Jahr gibt es noch keinen Grund zur Beunruhigung. Erst wenn die Schwangerschaft über ein Jahr hinaus ausbleibt, sollten sich beide Partner von einem Arzt beraten lassen.

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Barbara Ward Barbara Ward ist freie Autorin der Redaktion. Sie studierte Medienwissenschaften und Journalismus in Köln und Berlin. In Gesundheitsfragen kennt sie sich aus, denn sie schreibt schon seit vielen Jahren für Fachverlage, Medizin-Websites und Krankenversicherungen. Eine ausgewogene Perspektive und fundierte Recherche liegen ihr im Sinne der Leser besonders am Herzen. Barbara Ward Autorin kanyo® mehr erfahren