20. Schwangerschaftswoche: Noch 20 Wochen bis zur Geburt

Der Geburtstermin des Kindes wird anhand der letzten Monatsblutung der Frau berechnet. In der 20. Schwangerschaftswoche (SSW) ist das Baby daher etwa 18 Wochen alt. Im Durchschnitt dauert die gesamte Schwangerschaft 40 Wochen, das heißt, in der 20. SSW befindet sich eine schwangere Frau etwa in der Mitte dieser besonderen Zeit. Wie hat sich der Fötus entwickelt und wie geht es der Mama?

Frau in der 20. Schwangerschaftswoche leidet an Rückenschmerzen.

Das Baby fühlt sich in der 20. Schwangerschaftswoche pudelwohl

Mit einer Größe von etwa 25 Zentimetern hat das Baby in der 20. Schwangerschaftswoche beinahe die Hälfte der durchschnittlichen Geburtsgröße erreicht. Als Vergleich: Ein Fuß mit Schuhgröße 39,5 ist auch 25 Zentimeter lang. Der Durchmesser des Babykopfs beträgt ungefähr fünf Zentimeter. Im Durchschnitt wiegt ein Fötus in der 20. SSW 250 Gramm.

In dem kleinen Körper ist die Entwicklung der Organe bereits größtenteils abgeschlossen. Dennoch reifen sie in den nächsten Wochen der Schwangerschaft noch weiter. Und auch in den ersten Lebensmonaten des Säuglings wachsen Herz, Lunge und Co., um den neuen Anforderungen gerecht werden zu können.

Die Sinne des Babys erwachen

In der 20. Schwangerschaftswoche verfügt der Fötus schon über eine große Anzahl an Nervenzellen – nämlich zwischen 100 Millionen und einer Billion Zellen. Diese Weiterentwicklung des Gehirns führt dazu, dass sich auch die Sinneswahrnehmungen verbessert haben:

  • Sehen: Die Augen des Fötus bleiben noch etwa bis zur 26. Schwangerschaftswoche verschlossen. Dennoch kann er zwischen hell und dunkel unterscheiden, da die Lider transparent und lichtdurchlässig sind. Bei Lichteinfall kann es schon einmal passieren, dass sich das Kleine geblendet fühlt und die Augen mit den Händen abschirmt.
  • Hören: Das Baby kann in der 20. SSW bereits hören und nimmt gedämpft die Geräusche der Außenwelt wahr. Ebenso erkennt es die Stimme der Mutter. Wenn Sie Ihrem Kind regelmäßig eine Melodie vorspielen – zum Beispiel von einer Spieluhr, einer CD oder wenn Sie selbst singen, kann es die vertrauten Töne nach der Geburt wiedererkennen.
  • Schmecken: Die kleinen Finger finden bereits den Weg in den Mund – und das Baby übt daran den Saugreflex. Außerdem schmeckt der kleine Mensch ab der 21. Schwangerschaftswoche über das Fruchtwasser, was die Mutter gegessen hat – zum Beispiel, ob das Essen eher süß oder salzig war.
  • Riechen: Forscher gehen davon aus, dass ein ungeborenes Kind ab der 28. Schwangerschaftswoche zudem Gerüche wahrnehmen, aber noch nicht zwischen Schmecken und Riechen unterscheiden kann.
  • Tasten: Der Fötus tastet und spielt mit der Nabelschnur.

Kindsbewegungen spüren

In der 20. Schwangerschaftswoche kann nicht nur Ihr Kind viel wahrnehmen. Auch Sie selbst spüren jetzt vielleicht schon das Strampeln des Kleinen. Viele Frauen vergleichen das Gefühl im Bauch mit dem zarten Schlagen von Schmetterlingsflügeln.

20. Schwangerschaftswoche: Die Mama

Der gesamte Körper befindet sich während einer Schwangerschaft in einem Ausnahmezustand, die Körpermitte ganz besonders. Mit der 20. Schwangerschaftswoche geht der fünfte Monat der Schwangerschaft zu Ende und die Zeichen stehen beim Baby auf Wachstum. Die Mutter bemerkt das an einem immer größeren Bauch und der Gewichtszunahme. Dadurch können Beschwerden auftreten: Manche Schwangere haben zum Beispiel mit Rückenproblemen zu kämpfen.

Der Bauch der Mutter wächst

Die Gebärmutter ist so stark gewachsen, dass deren oberer Rand in der 20. SSW den Bauchnabel erreicht. In der kommenden Zeit vergrößert sich das Organ monatlich um circa einen Zentimeter.

Das Wachstum von Kind und Gebärmutter hat auch Auswirkungen auf das Gewicht der Mutter. Eine Faustregel besagt, dass Schwangere pro Monat etwa 1,5 Kilogramm Gewicht zulegen. Insgesamt nehmen Frauen in der Schwangerschaft normalerweise zwischen 12 und 14 Kilogramm zu. War eine Frau zuvor sehr schlank, nimmt sie oft mehr zu als eine, die vorher eher fülliger war. Wichtig ist, in der Schwangerschaft gleichmäßig Gewicht zuzulegen. Wenn Sie bei sich starke Schwankungen auf der Waage feststellen, sollten Sie das beim Frauenarzt ansprechen. Legt eine Schwangere plötzlich viel Gewicht zu, kann das auf Wassereinlagerungen hindeuten. Diese sind möglicherweise ein Zeichen für Bluthochdruck. Eine Gewichtszunahme von zwei bis drei Kilogramm in einer Woche gilt als bedenkliche Entwicklung.

Einige Frauen machen sich Sorgen, nach der Schwangerschaft mehr zu wiegen als vorher. Dem können Sie auch schon zuvor vorbeugen – nämlich durch eine gesunde Lebensweise: Nehmen Sie sich Zeit für eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung. Dann schlagen womöglich auch nach der Geburt weniger zusätzliche Pfunde auf die Waage.

Müssen Schwangere für zwei essen?

Während der Schwangerschaft kann der Appetit größer sein oder Gelüste tauchen auf. Die Annahme, dass eine werdende Mutter für zwei essen sollte, ist aber nur einer von vielen Schwangerschaftsmythen.

Kreuzschmerzen in der 20. SSW

Viele Frauen mit Babybauch klagen über dumpfe Schmerzen, die bis zum Kreuzbein ausstrahlen. Rückenschmerzen treten gerade in der 20. SSW häufig auf, da das steigende Gewicht des Babys den Körperschwerpunkt der Frau nach vorne verlagert. Das kommt auch daher, dass die Brüste größer werden und zusätzlich das Kreuz belasten. Einige Schwangere nehmen, um dem entgegenzuwirken, instinktiv ein Hohlkreuz ein – was die Beschwerden noch verstärken kann.

Tipps gegen Rückenschmerzen auf einen Blick:

  • Gymnastikübungen für den Rücken machen
  • einen Yoga- oder Schwimmkurs für Schwangere belegen
  • keine High-Heels tragen, da hohe Absätze den Rücken strapazieren
  • einen gut sitzenden BH kaufen, er entlastet den Rücken vom Gewicht der schwerer werdenden Brüste
  • eventuell kann der Arzt Massagen verschreiben

Weitere Beschwerden: Atmen und Schlafen fallen schwerer

Schlafprobleme können in der 20. Schwangerschaftswoche vorkommen, denn auch das Liegen ist aufgrund der stärkeren Bauchwölbung unbequemer. Auf dem Bauch zu liegen, ist zu diesem Zeitpunkt meist kaum noch möglich. Mit dem Anwachsen des Bauchs kann außerdem die Lunge von den nach oben geschobenen Organen zusammengedrückt werden – das Atmen fällt schwerer. Die Kurzatmigkeit verschwindet meist im letzten Trimester.

20 SSW: Bauchprobleme

Muskelkrämpfe der Gebärmutter, Verdauungsprobleme, das Wachstum des Kinds – es gibt viele Gründe, warum sich in der 20. SSW ein Ziehen und Drücken im Bauch einstellt. Zeitweise kann es auch zu einem harten Bauch der Mutter kommen. Dies ist unter Umständen ein Zeichen dafür, dass sich die Frau zu stark belastet hat.

Haben Sie in der 20. Schwangerschaftswoche öfter mit „Bauchproblemen“ zu kämpfen, hilft es vielleicht schon, wenn Sie sich mehr Ruhe und Entspannung gönnen. Starke oder wiederkehrende Schmerzen in der Bauchgegend sollten Sie nicht erdulden, sondern als Anlass sehen, um zum Arzt zu gehen.

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