Wie hat sich der Fötus entwickelt?


Etwa in der zehnten Schwangerschaftswoche ist die Embryonalphase abgeschlossen. Alle Organe sind angelegt und nehmen ihre Funktion für den kleinen Körper auf. Ihr Kind wird ab jetzt als Fötus oder Fetus bezeichnet. Dieser Begriff kommt aus dem lateinischen und bedeutet so viel wie Brut oder Nachkommenschaft.

Die Entwicklung des Fötus auf einen Blick:

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Wie sieht das kleine Gesicht aus?Die Gesichtszüge sehen immer „menschlicher“ aus. Auch die Ohren positionieren sich an der richtigen Stelle. Unter dem Zahnfleisch sind bereits Milchzähne zu erkennen. Die Augenlider sind ausgebildet und schließen sich über den Augen.
Wie haben sich Hände und Füße entwickelt?Die kleinen Finger und Zehen sind jetzt vollständig voneinander getrennt und Nägel beginnen zu wachsen. Der Fötus kann bereits die Hände zu Fäustchen ballen.
Wie sieht die Haut aus?Bisher hatte das Kind eher transparente Haut. Diese wird jetzt immer dicker und feine Haare bedecken als Flaum den ganzen Körper.
Kann man schon das Geschlecht erkennen?Die Geschlechtsorgane beginnen zu wachsen, allerdings dauert es noch einige Wochen, bis via Ultraschall festgestellt werden kann, ob es ein Mädchen oder Junge wird.
Was kann das Kind jetzt schon?Der Fötus kann jetzt schlucken und bewegt sich auch schon. Allerdings kann die Mutter das erst um die 16. Schwangerschaftswoche herum spüren.
Wie groß ist der Fötus?Der Fötus ist circa drei bis vier Zentimeter groß, das entspricht ungefähr einer Feige.1
Wie schwer ist er?Er wiegt etwa 8 bis 10 Gramm.2
Wie schnell wächst der Fötus?Es steht eine weitere Wachstumsphase bevor, in der der Fötus seine Körperlänge beinahe verdoppelt. Noch ist der Kopf der größte Teil des Körpers.
Wie entwickelt sich der Körper?Der Brustkorb schließt sich und das Knorpelskelett verknöchert weiter.

Wie verändert sich der Körper der Mama?


Wenn Sie zum ersten Mal schwanger sind, ist es nicht ungewöhnlich, dass man in der elften Schwangerschaftswoche noch kaum einen Baby-Bauch erkennen kann. Allerdings haben Sie vermutlich bereits zugenommen – in der Regel sind das gegen Ende der Frühschwangerschaft circa zwei Kilogramm.

Während der Schwangerschaft nimmt das Blutvolumen deutlich zu und das Herz muss mehr leisten. Einige Frauen bekommen dadurch Schwindel oder Kopfschmerzen. Außerdem sind Hände und Füße wärmer, weil sie besser durchblutet werden.

Viele Frauen bemerken die Hormonumstellung während der Schwangerschaft neben Beschwerden auch an ihrem Äußeren. Manche Schwangere können sich über strahlende Haut und volleres Haar freuen. Es ist allerdings kein Grund zur Sorge, wenn die Haut während der Schwangerschaft eher unrein wird. Denn die Hormonumstellung wirkt sich bei jeder Frau anders aus. Genau wie Schwangerschaftsbeschwerden gehen auch die Hautprobleme relativ schnell vorüber. Falls nötig, können Sie sich spezielle Pflegeprodukte kaufen, um Akne oder fettiges Haar in den Griff zu bekommen.

Mutterschutz: Wie viel dürfen Sie jetzt noch arbeiten?


Wenn Sie in der elften Schwangerschaftswoche sind, ist die kritische Phase so gut wie überstanden. Damit sind Sie auch verpflichtet, dem Arbeitgeber so bald wie möglich über die Schwangerschaft zu informieren. Durch das Mutterschutzgesetz wird sichergestellt, dass Ihnen auf der Arbeit in dieser besonderen Situation nicht zu viel zugemutet wird.

Das Mutterschutzgesetz:

  • regelt den Arbeitsumfang und Beschäftigungsverbot
  • höchstens 8,5 Stunden arbeiten am Tag sind erlaubt
  • Schwangere dürfen nicht schwer heben
  • Schwangeren darf nicht gekündigt werden (auch nicht in der Probezeit)

Warum Beschäftigungsverbot?

Während einer Schwangerschaft wird vom Arzt in bestimmten Fällen ein Beschäftigungsverbot erteilt. Gründe dafür sind zum Beispiel eine Risikoschwangerschaft, Mehrlingsgeburt, gesundheitliche Beeinträchtigungen oder wenn die Gefahr einer Frühgeburt besteht.

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Quellen anzeigen
  • 1 Hofer, Matthias, u.a.: Sono-Grundkurs. Ein Arbeitsbuch für den Einstieg. Stuttgart: Georg Thieme Verlag 2005. S.123.
  • 2 Menche, Nicole (Hrsg.): Biologie - Anatomie - Physiologie. München: Elsevier Verlag 2020. S.399.