21. Schwangerschaftswoche: Die Konkretisierungsphase beginnt

25. März 2019

5 Min.

Die 21. Schwangerschaftswoche läutet den Übergang von der ersten Schwangerschaftshälfte in die zweite ein – es ist also Halbzeit und das heißt: Ab jetzt wird es konkret. Viele werdende Eltern wissen bereits das Geschlecht ihres Kindes, langsam sollte der Geburtsort ausgewählt werden und spätestens von nun an kann auch das soziale Umfeld immer deutlicher den wachsenden Bauch erkennen. Doch nicht nur das, in der Konkretisierungsphase passiert noch so einiges mehr.

In der 21. Schwangerschaftswoche bekommt der Fötus immer mehr menschliche Züge.

Der Fötus wird allmählich zum Menschen

Neben dem wachsenden und immer rundlicher werdenden Bauch der Mutter legt auch das Ungeborene deutlich an Gewicht zu: In der 21. Schwangerschaftswoche misst es mittlerweile 23 bis 25 Zentimeter – das entspricht in etwa einer handelsüblichen Gurke – und sein Gewicht liegt bei 280 bis 370 Gramm.

Auch das Gehirn macht in der 21. Schwangerschaftswoche einen ordentlichen Wachstumsschub. Im Ultraschallbild sind bereits Gehirnwindungen (Gyri cerebri) zu erkennen, an denen die Entwicklung des Gehirns ablesbar ist. Die vollständige Ausbildung der Gyri erfolgt dann meist bis zur 32. Schwangerschaftswoche.

Langsam aber sicher bekommt der Fötus immer mehr menschliche Züge. In der 21. Schwangerschaftswoche entwickeln sich unter anderem:

  • Haare in Form von Wimpern und Augenbrauen
  • Nägel an Fingern und Zehen

Zusätzlich wird der Schlaf- und Wachzyklus des Kindes immer regelmäßiger und sein Herzschlag ist bereits so laut, dass er mit einem einfachen Stethoskop abgehört werden kann.

Die 21. SSW stellt auch in kulinarischer Hinsicht für das ungeborene Kind einen entscheidenden Einschnitt dar. Denn: Ab jetzt schärft sich seine Geschmackswahrnehmung. Das Kind kann Mahlzeiten und Getränke der Mutter über das geschluckte Fruchtwasser schmecken – es trinkt und isst also mit seiner Mutter mit. Umso mehr sollten werdende Mütter jetzt darauf achten, welche Nahrung sie zu sich nehmen.

Tipp: Viele Schwangere sind sich unsicher, wie sie sich am besten ernähren sollen, damit es ihrem Kind stets gut geht und es sich optimal entwickelt. Wir haben wichtige Ernährungstipps für werdende Mütter zusammengetragen.

Unterleibsschmerzen und Rückenprobleme – Mütter in der 21. SSW

Meist nehmen Frauen ab der 21. Schwangerschaftswoche die Bewegungen ihres Kindes deutlich intensiver wahr. Das liegt daran, dass das Kind nun bereits so groß ist, dass es sich nur noch in wenigen Zentimetern Abstand zur Bauchdecke aufhält. Wenn das Kind sich dreht oder tritt, können Sie mit etwas Glück schon ganz leicht einige Körperteil-Umrisse erkennen. Meist sind ab der 24. Woche die Tritte dann auch deutlich von außen zu spüren und zu sehen.

Mit dem Wachstum des Kindes dehnen und weiten sich in der 21. SSW auch die Gebärmutterbänder immer mehr, um sich für die bevorstehende Geburt zu mobilisieren sowie das Gewicht des Babys und der Gebärmutter halten zu können. Die Dehnung und Weitung der Bänder kann zu Unterleibsschmerzen führen. Das ist jedoch nichts Ungewöhnliches und in den meisten Fällen kein Grund zur Sorge. Wer ein Ziehen im Unterleib spürt, sollte sich am besten hinlegen und entspannen. In den meisten Fällen gehen die Schmerzen so nach einiger Zeit vorbei.

Auch Rückenschmerzen treten mit dem wachsenden Gewicht des Kindes nun vermehrt bei Schwangeren auf. Vor allem Schmerzen im Beckenbereich sind verbreitet, weil die schwerere Gebärmutter immer stärker auf den Beckenboden drückt. Schwangerschaftsgymnastik oder gezieltes Beckenbodentraining versprechen hier Linderung.

Weitere typische Beschwerden, die ab der 21. SSW auftreten können, sind folgende:

  • Wassereinlagerungen
  • Schwindel
  • Sodbrennen
  • vermehrtes Schwitzen
Gut zu wissen:

Ab der 21. Schwangerschaftswoche können sich Schwangere schon einmal darüber Gedanken machen, wo sie ihr Kind gebären möchten. Wer sich für die Entbindung in einer Klinik entscheidet, sollte bei der Auswahl vor allem auf die Zeit der Anfahrt, eine angeschlossene Kinderklinik sowie die Ausstattung des Kreißsaals achten. Vielen Eltern sind dabei vor allem eine Geburtswanne, ein ausreichend großes Bett, sodass sich der Vater gegebenenfalls dazu legen kann, sowie Gymnastikbälle und ein kurzer Weg zum OP-Saal wichtig.

Das verrät das Ultraschallbild in der 21. Schwangerschaftswoche

Der zweite große Ultraschall steht zwischen der 19. und 22. Schwangerschaftswoche an. Hier werden nun Kopfdurchmesser, Brustumfang sowie die Oberschenkellänge des Kindes ermittelt, um zuverlässig das Alter bestimmen zu können. Dabei kann es passieren, dass der Geburtstermin noch einmal vom Frauenarzt korrigiert wird. Im Ultraschall werden zudem die inneren Organe sowie Finger und Zehen ganz genau kontrolliert und von mehreren Seiten betrachtet. Das ist wichtig, um mögliche Fehlbildungen, Krankheiten oder Wachstumsstörungen zu erkennen.