Babykrankheiten im Überblick

Es lässt sich leider nicht vermeiden: Babys werden krank und das leider öfter als den Eltern lieb ist. Viele Babyerkrankungen verlaufen allerdings harmlos und müssen teils gar nicht behandelt werden. Die kleinen Patienten schlagen sich während einer Erkrankung oft sogar recht gut. Dennoch gibt es Babykrankheiten, die sehr häufig auftreten: Welche das sind und was es darüber zu wissen gibt, lesen Sie im Überblick.

Rund um Babykrankheiten

Zum Schutz gegen Babykrankheiten: Ein Baby wird beim Arzt untersucht

Bei manchen Babys geht es mit den Erkrankungen schon früh los. So tritt beispielsweise die Neugeborenengelbsucht (auch Icterus neonatorum genannt) schon in den ersten Lebenstagen auf. Streng genommen handelt es sich dabei aber eher um einen Anpassungsprozess des Körpers als um eine richtige Babykrankheit. Diese harmlose Variante bildet sich in der Regel auch ohne Behandlung innerhalb von zehn Tagen zurück.

Andere typische Babykrankheiten sind beispielsweise:

Bei diesen Babykrankheiten handelt es sich überwiegend um Infektionen. Säuglinge sind dafür sehr anfällig, da sich ihr Immunsystem noch im Aufbau befindet. Der Körper muss erst lernen, Erreger als solche zu erkennen und zu bekämpfen. Die Eigenabwehr des Babys muss also erst trainiert werden.

Häufige Erkältungen sind bei Babys normal

Der letzte Schnupfen ist gerade abgeklungen, da hustet das Baby plötzlich wieder? Machen Sie sich keine Sorgen, wenn Ihr Kind häufig erkältet ist. Kinderärzte stufen bis zu 15 Infektionen pro Jahr als normal ein. Die Faustregel besagt: ein Infekt pro Monat.

Verdauungsbeschwerden bei Babys

Verdauungsbeschwerden sind ebenfalls ein großes Thema rund um Babykrankheiten, insbesondere in den ersten drei bis vier Monaten. Der kleine Körper muss sich zunächst an die neue Nahrung gewöhnen. Selbst Muttermilch ist Neuland, nachdem sich das Kind vorher ausschließlich von Fruchtwasser ernährt hat. Bauchweh, Verstopfung und Blähungen sind in den ersten Wochen bis Monaten daher völlig normal.

Hat mein Baby Durchfall?

Von einer Durchfallerkrankung spricht man, wenn ein Baby oder Kleinkind mehr als fünfmal pro Tag wässrigen Stuhl in der Windel hat. Meist hat das Baby eine Speise nicht so gut vertragen oder es hat sich einen Darminfekt zugezogen. Bei andauerndem oder häufig wiederkehrendem Durchfall kann auch eine Allergie dahinterstecken.

Allergien bei Kleinkindern und Säuglingen

Im Säuglings- und Kleinkindalter sind Lebensmittel der Hauptauslöser einer allergischen Reaktion. Dabei handelt es sich meist um ein oder zwei verschiedene Lebensmittel, die das Kind nicht verträgt, beispielsweise Kuhmilch.

Weitere häufige Auslöser einer Lebensmittelallergie bei Babys sind:

  • Hühnerei
  • Weizen (Gluten)
  • Fisch
  • Soja
  • Nüsse

Die Kinder reagieren auf den allergieauslösenden Stoff in der Regel mit Übelkeit und Erbrechen. Auch Durchfall ist ein typisches Zeichen, beispielsweise bei einer Glutenunverträglichkeit. Eine allergische Reaktion kann sich allerdings auch als Hautausschlag bemerkbar machen und zu Juckreiz, Rötungen oder Schwellungen führen.

Sollte Sie bei Ihrem Kind eine Allergie vermuten, suchen Sie einen Arzt auf. Er kann dem genauen Auslöser mittels Haut- oder Bluttests feststellen und eine entsprechende Behandlung verschreiben.

Hauterkrankungen bei Babys

Babyhaut ist sehr sensibel und empfindlich, darum kann es bei kleinen Kindern schnell zu einer Hauterkrankung und entsprechenden Irritationen kommen. Eher harmlos ist beispielsweise der Kopfgneis, der sich bereits ab drei Monaten als fettige Schuppen auf der Kopfhaut zeigt. Diese Talgüberproduktion ist ein ästhetisches Problem und bildet sich meist im ersten Lebensjahr zurück.

Andere Hautprobleme, die beispielsweise durch Pilze oder Herpesviren ausgelöst werden, sollten hingegen vom Kinderarzt behandelt werden.

Häufige Symptome für eine Hauterkrankung sind:

  • Brennen
  • Jucken
  • Rötungen
  • nässende Stellen

Auch bei Verkrustungen auf dem Kopf und im Gesicht sollte das Babys untersucht werden. Es könnte sich um Milchschorf handeln, der dem Kopfgneis ähnelt, aber als mögliche Vorstufe der Neurodermitis gilt.

Babykrankheiten: Parasiten

Würmer, Zecken, Läuse – Parasiten lauern überall. Dabei handelt es sich um kleine Lebewesen, die in oder auf einem Menschen leben und sich von ihm ernähren. Auf viele Menschen wirkt bereits dieser Gedanke abstoßend. Schlimmer ist jedoch, dass vor allem Zecken dafür bekannt sind, Krankheiten zu übertragen, beispielsweise Borreliose oder die Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME). Demgegenüber sind Kopfläuse und Würmer in der Regel eher harmlos, vor allem in unseren Breitengraden.

Babys und Kleinkinder stecken sich oft während des Spielens an. Kopfläuse beispielsweise sind vor allem im Kindergarten oder Schule weitverbreitet; Kinder kuscheln oder spielen und erleichtern es den Krabbeltierchen so leichter von einem Schopf zum anderen zu gelangen.

Plötzlicher Kindstod

Eine von Eltern gefürchtete Babykrankheit ist der sogenannte Plötzliche Kindstod (SIDS), der als dritthäufigste Todesursache im Kindesalter (jenseits der Neugeborenenphase) zählt. Dabei stirbt das Baby während des Schlafs, ohne dass eine Ursache festgestellt werden kann. Betroffen sind meist Kinder bis zum sechsten Lebensmonat. Allerdings tritt das Phänomen vereinzelt auch bis zum zweiten Lebensjahr auf.

Bei den meisten Kindern, die auf diese Art sterben, liegen jedoch Risikofaktoren vor. Dazu gehören zum Beispiel Alkohol- und Drogenkonsum der Eltern, aber auch das Passivrauchen durch das Kind. Auch in der Gestaltung der Schlafumgebung gibt es Risiken: Babys sollten beispielsweise nicht überwärmen. Kissen und Decken erhöhen die Gefahr, zu ersticken. Am sichersten schläft ein Baby in einem Schlafsäckchen.

Werdende Eltern können eine Reihe von Maßnahmen ergreifen, um das Risiko eines Plötzlichen Kindstodes zu senken. Hebamme und Frauenarzt können dahingehend ebenfalls beratend zur Seite stehen.

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