Die 9. Schwangerschaftswoche: Der dritte Monat beginnt

In der 9. Schwangerschaftswoche beginnt der dritte Monat und damit das letzte Drittel der Frühschwangerschaft. Die Organe und Gliedmaße des Embryos entwickeln sich weiter, bald wird er als Fötus bezeichnet. Bei manchen Frauen kommt es während der Schwangerschaft zu Zahnproblemen. Lesen Sie hier, was Sie dabei beachten sollten.

Frau hält ihre Hände vor ihren Bauch - in der neunten Schwangerschaftswoche ist noch nicht viel zu sehen.

Der Embryo entwickelt sich weiter

Auch in der neunten Schwangerschaftswoche stehen beim Embryo alle Zeichen auf Wachstum: Er ist inzwischen circa zwei Zentimeter groß, das ist vergleichbar mit der Größe einer Weintraube.

Alle Organe sind jetzt angelegt und spezialisieren sich immer mehr:

  • Der Kopf rundet sich.
  • Die Augen befinden sich noch am seitlichen Rand des Kopfs. Umso größer der Kopf wird, desto mehr rücken sie in die Mitte.
  • Die Stellen, an denen später Finger und Zehen sein werden, entstehen.
  • Die Herzmuskulatur differenziert sich weiter.
  • In der Leber beginnt die Blutbildung.
  • Die Arme verknöchern.

Ab etwa der zehnten Schwangerschaftswoche haben alle Organe des Embryos ihre Funktion aufgenommen, danach wird er als Fötus bezeichnet.

Die erste Untersuchung via Ultraschall ab der neunten Schwangerschaftswoche

Zwischen der neunten und der zwölften Schwangerschaftswoche steht die erste von drei Ultraschalluntersuchungen an. Bei der Ultraschalluntersuchung kann man bereits den Herzschlag des Embryos nachverfolgen. Eventuell sehen die werdenden Eltern auch schon, wie der kleine Mensch sich bewegt. Nach der Untersuchung können Sie das erste „Foto“ Ihres Babys mit nach Hause nehmen.

Der Arzt oder die Ärztin überprüft Folgendes:

  • Entwicklung des Gehirns sowie der Organe und Glieder des Embryos
  • Lage und Bewegungen des Babys
  • die Größe des Embryos anhand der Scheitel-Steiß-Länge (SSL)
  • ob eine Mehrlingsschwangerschaft besteht

Wann ist die erste „normale“ Vorsorgeuntersuchung?

Viele Frauen haben Ihre erste Vorsorgeuntersuchung in der fünften Schwangerschaftswoche, bei manchen findet diese aber auch erst später statt. Dabei wird der Mutter der Mutterpass ausgestellt, in dem wichtige Daten der Mutter und die Entwicklung des Kindes festgehalten werden. Die Vorsorgeuntersuchungen finden im vierwöchentlichen Abstand statt. Ab der 32. Schwangerschaftswoche muss man alle zwei Wochen zum Frauenarzt.

Auch ein 3-D-Ultraschall ist möglich, der das Baby beinahe lebensecht darstellt. Diese Untersuchung wird aber meist nicht von der Krankenkasse übernommen, sondern muss privat gezahlt werden. In der Regel wird ein 3-D-Ultraschall erst zwischen der 20. und 30. Schwangerschaftswoche gemacht.

Veränderungen bei der Mama

In der neunten Schwangerschaftswoche wächst der Bauch, bei den meisten Frauen ist er aber in dieser Phase noch kaum als „Baby-Bauch“ auszumachen. Innerlich wächst die Gebärmutter aber schnell, sie hat seit Beginn der Schwangerschaft ihre Größe verdoppelt.

Im Lauf der Frühschwangerschaft leiden viele Frauen unter Erschöpfung und Müdigkeit. Diese Schwangerschaftsbeschwerden gehen oft in der neunten Schwangerschaftswoche zurück. Allerdings haben einige Schwangere Probleme mit den Zähnen. Woran liegt das und was sollten Sie beachten?

Zahnprobleme in der Schwangerschaft

Gerade in der Frühschwangerschaft bekommen manche schwangere Frauen Probleme mit den Zähnen. Das kann mehrere Gründe haben:

  • In der Schwangerschaft erhöht sich der Mineralstoffbedarf. Unter anderem an Kalzium: Das Kind braucht im Lauf der Schwangerschaft für den Aufbau der Knochen und Zähne etwa 30 Gramm. Das kann zu Mangelerscheinungen bei der Mutter führen. Zur Vorsorge von Mangelerscheinungen sollten Sie auf eine ausgewogene Ernährung in der Schwangerschaft achten.
  • Während der Schwangerschaft verändert sich die Zusammensetzung des Speichels und wird dadurch saurer. Der höhere Säuregehalt kann dem Zahnschmelz schaden und unter Umständen zu Karies führen.
  • Viele Schwangere leiden an Übelkeit und morgendlichem Erbrechen in der Frühschwangerschaft. Auch das schadet dem Zahnschmelz, da Erbrochenes Magensäure enthält. Nach dem Erbrechen sollten Sie sich nicht direkt die Zähne putzen, da der Zahnschmelz aufgeweicht ist und durch das Zähneputzen abgerieben werden kann. Schonender ist es, sich den Mund mit Mundspülung auszuspülen.

Schwangerschaftsgingivitis:

Bei der sogenannten Schwangerschaftsgingivitis handelt es sich um eine Mundschleimhautentzündung. Man erkennt die Entzündung an gerötetem und geschwollenem Zahnfleisch, Mundgeruch und Zahnfleischbluten. Eine Schwangerschaftsgingivitis tritt in manchen Fällen infolge der hormonellen Umstellung während der ersten Schwangerschaftsmonate auf. Eine Gingivitis sollte rechtzeitig behandelt werden, da Entzündungen des Zahnhalteapparates manchmal in Zusammenhang mit Frühgeburten gebracht werden.

Wenn Sie schon vor der Schwangerschaft Probleme mit den Zähnen hatten, empfiehlt es sich, frühzeitig zum Zahnarzt zu gehen. Aber auch generell sind zwei Besuche beim Zahnarzt während der Schwangerschaft empfohlen. Achten Sie außerdem auf eine regelmäßige und gründliche Zahnhygiene.



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