Schwangerschaft mitteilen: Ideen und Anregungen

Kurz und knapp – Schwangerschaft verkünden

  • Im Privatleben sind der Kreativität beim Bekanntgeben der Schwangerschaft keine Grenzen gesetzt.
  • Alle vorgestellten Ideen, um eine Schwangerschaft zu verkünden, sind natürlich nach eigenem Ermessen in allen Bereichen – Familie, Freunde und Kollegen – anwendbar.
  • Dem Arbeitgeber gegenüber ist auf einige Aspekte zu achten, im Sinne des Respekts, des Mutterschutzes und in Bezug auf die Rückkehr in den Job.

Manche Menschen – und dazu kann auch der eigene Partner gehören – sind mit der überraschenden Baby-Info vielleicht zunächst einmal überfordert. Geben Sie ihnen etwas Zeit, die Mitteilung sacken zu lassen. Dann werden sie sicher teilhaben an Ihrer Vorfreude und Ihrem Babyglück.

Schatz, du wirst Vater!


Der erste, der von der freudigen Nachricht erfahren sollte, ist natürlich Ihr Partner. Doch wie lässt sich dieser emotionale Moment möglichst unvergesslich gestalten? Seien Sie ruhig kreativ! Hier kommen ein paar Anregungen:

Ganz klassisch ist das Zeigen des positiven Schwangerschaftstests oder des ersten Ultraschallbildes vom Frauenarzt. Diese „Beweisstücke“ können natürlich auch verpackt oder versteckt werden, zum Beispiel in einer kleinen Box, als Geschenk zu Weihnachten oder als Schatz in einer Schnitzeljagd – damit es auch wirklich eine Überraschung wird.

Oder stellen Sie Ihre und die Schuhe Ihres Partners nebeneinander und dazwischen ein kleines Paar Baby-Schühchen. Entweder Sie lassen es Ihren Partner von allein entdecken, wenn er das nächste Mal seine Schuhe anziehen möchte, oder Sie schießen ein Foto davon, welches Sie ihm überreichen. Tipp: Dieses Foto lässt sich auch für die Bekanntmachung bei Freunden über den Postweg nutzen.


Vater zu werden bringt viele Veränderungen mit sich. Was wäre da nicht besser geeignet, um die eigene Schwangerschaft[/schwangerschaft/] zu verkünden, als dem Partner einen Vater-Ratgeber zu überreichen, mit dem Kommentar „Den kannst du jetzt vielleicht gebrauchen.“ Es gibt eine Vielzahl an witzigen Schwangerschaftsbüchern für Männer, da ist bestimmt auch ein geeignetes für Ihren Liebsten mit dabei.

Vater hält das Ohr an den Babybauch seiner Partnerin, die gerade ihre Schwangerschaft verkündet hat.

Der nächste Tipp ist etwas extravagant: Sie stellen Ihrem Liebsten den Wecker mitten in der Nacht und sagen lächelnd zu ihm, wenn er erschrocken und verwirrt wach wird: „Gewöhn dich schon einmal daran, dass wird demnächst häufiger passieren.“ Mal schauen, wie lange es dauert, bis der Groschen fällt.

Ein neuer Trieb im Stammbaum – die Familie wächst


Die eigenen Eltern und die des Partners werden sich auch über den kleinen Nachwuchs freuen, schließlich werden sie Großeltern. Besonders beim ersten Enkelkind sind Freude und Aufregung groß. Wie wäre es mit einer entspannten Einladung zum Kaffee? Und auf dem Boden der sich leerenden Tasse finden die werdenden Großeltern die Botschaft „Du wirst Oma/Opa!“. So eine Nachricht macht sicher schneller wach als jeder Kaffee. Sie finden solche Tassen entweder online – oder gestalten den Kaffeebecher einfach mit Pinsel und Porzellanfarbe selbst. Fertig ist das individuelle Geschenk zur Schwangerschaftsverkündung!

Wenn Sie bereits Kinder haben, binden Sie diese doch mit ein: Ein T-Shirt mit „Großer Bruder“ oder „Große Schwester“ wird bei den noch unwissenden Familienmitgliedern für Aufsehen sorgen.

Apropos Bruder und Schwester: Wie sage ich meinen Kindern, dass Sie ein Geschwisterkind bekommen? Die meisten Kinder lieben Gummibärchen. Setzen Sie sich mit Ihrem Kleinen gemütlich zusammen, naschen Sie ein paar der Bärchen und sagen Sie „Schau mal, so groß ist gerade dein Geschwisterchen in meinem Bauch!“. Was für eine süße Überraschung für Ihr Kind – welches jetzt bestimmt viele Fragen hat.

Während jemand ein Familienfoto schießt, wird eine Schwangerschaft verkündet.

Oder Sie verkünden einfach bei einer Familienfeier, wenn alle Liebsten versammelt sind, dass Sie Nachwuchs erwarten. Witzig ist auch der Moment einer Fotoaufnahme, wenn alle so etwas sagen sollen wie „Spaghetti“ oder „Cheese“ und Sie einfach rufen „[Eigener Name] ist schwanger!“. Die Bilder werden sicher unvergesslich.

Mit guten Freunden die Freude teilen


Manche, ausgewählte Freunde sind einem selbst häufig genauso nah, wie die Familie. So können Sie Ihnen die Schwangerschaft mitteilen:

Bringen Sie zum nächsten Treffen mit den Freunden einen Kuchen mit, auf welchem Sie mit Guss und Verzierung „Ich bin schwanger“ schreiben. Vor dem Anschneiden werden Sie mit Glückwünschen nur so überhäuft.

Oder lassen Sie sich ein T-Shirt mit einem witzigen Spruch oder Bild von einem Baby im Bauch bedrucken. Ihre Freunde werden Augen machen, wenn Sie Ihre Jacke ausziehen.

Freundinnen feiern eine Party, nachdem eine von ihnen ihre Schwangerschaft verkündet hat.

Soll jemand aus Ihrem Freundeskreis Patentante oder -onkel werden? Wunderbar, dann fragen Sie sie oder ihn doch mittels einer kleinen Geschenkbox samt Babyartikeln, dem Ultraschallbild und einer Karte mit der Beschriftung: „Möchtest du meine Patentante / mein Patenonkel sein?“.

Manchen Freunden entgeht nichts. Auch nicht, dass es Ihnen in letzter Zeit nicht ganz so wohl war? Dann geben Sie jetzt folgende witzige Erklärung: „Mein Magen-Darm-Infekt bekommt übrigens in wenigen Monaten seinen eigenen Namen.“

Frau zeigt Freundinnen Fotos auf ihrer Kamera und verkündet mit einem Ultraschallbild ihre Schwangerschaft.

Eine weitere schöne Idee , um Freunden die Schwangerschaft zu verkünden, ist die Schau der letzten Urlaubsbilder – unter welchen sich dann „zufälligerweise“ das erste Ultraschallbild befindet. Und Sie lösen die Situation mit den Worten: „Das ist übrigens unser blinder Passagier an Bord“.

Dem Arbeitgeber die Schwangerschaft mitteilen


Das Wichtigste vorweg: Der Arbeitgeber sollte vor den Kollegen von der Schwangerschaft erfahren. Das ist ein Zeichen von Respekt und verhindert, dass sich Ihr Chef oder Ihre Chefin übergangen fühlt. Wann der richtige Zeitpunkt für die Bekanntgabe beim Arbeitgeber ist, muss jede Frau für sich selbst entscheiden. Oft warten Schwangere, bis die sensiblen ersten zwölf Wochen vorüber sind. In dieser kritischen Zeit kann es noch zu einem spontanen Abgang (Abort) des Embryos kommen. Und sicher möchte niemand einen solchen Verlust mit dem Arbeitgeber besprechen müssen. Grundsätzlich sollte der Arbeitgeber aber so früh wie möglich informiert werden.

Wichtig zu wissen

Es gibt einen großen Vorteil, wenn der Chef oder die Chefin frühzeitig über die Schwangerschaft unterrichtet wird: Ab dem Zeitpunkt der Bekanntgabe bis zum 4. Monat nach der Entbindung gilt ein Kündigungsschutz für die Mutter. Es kann also sinnvoll sein, früher Bescheid zu geben. Grundsätzlich ist es jedoch eine individuelle und sehr persönliche Entscheidung, bei der es keine gesetzliche Vorgabe gibt.2

Einige Tipps, wie Sie Ihrem Arbeitgeber die Schwangerschaft mitteilen können:

  • Lassen Sie sich einen Termin zum Mitarbeitergespräch bei Ihrem Vorgesetzten geben. Wenn Sie ein Thema angeben sollen, nenne Sie es doch beispielsweise „Zielvereinbarungen für die weitere berufliche Zukunft“. Eine E-Mail oder ein Telefonat ist nicht unbedingt zu empfehlen, denn dieses wichtige Thema sollte persönlich besprochen werden.
Frau teilt im vertraulichen Gespräch ihrer Chefin ihre Schwangerschaft mit.
  • Verhaltene oder gar kritische Reaktion des Chefs oder der Chefin auf die Schwangerschaftsbekanntmachung sollten Sie nicht persönlich nehmen. Vorgesetzte sind auch nur Menschen und sehen vielleicht im ersten Moment vor allem Organisationsschwierigkeiten und -engpässe.
  • Vielleicht haben Sie bereits Ideen und Vorschläge, wie sich etwaige Probleme, bedingt durch Ihren beruflichen Wegfall, lösen lassen? Dann teile Sie diese Ihrem Arbeitgeber mit. Er wird Ihre Lösungsorientiertheit zu schätzen wissen.
  • Wenn Sie nun die Schwangerschaft verkündet haben, sollten Sie ein paar Monate vor dem Beginn des Mutterschutzes noch einmal auf einen Termin bestehen, in welchem die genauen Abläufe besprochen werden: Wie soll die Übergabe der Aufgaben aussehen? Wann wird mit der Rückkehr gerechnet? Ist vielleicht Teilzeitarbeit oder Homeoffice möglich? Halten Sie die beschlossenen Punkte gerne schriftlich fest.

Bloß keine falsche Scham:

Vor allem wenn die Reaktion des Arbeitgebers etwas negativer ausfällt oder wenn Frauen besonders viel Verantwortung im Job tragen, neigen viele Schwangere dazu, ein schlechtes Gewissen zu entwickeln. Das muss nicht sein. Schwangerschaft ist kein Vergehen und sollte Ihre Vorfreude auf das Baby nicht trüben.

Den Kollegen den Teamzuwachs mitteilen


Sobald Sie Ihren Arbeitgeber über Ihre Schwangerschaft informiert haben, dürfen Sie sich Gedanken machen, ob und wie Sie die frohe Botschaft Ihren Kollegen mitteilen. Wir verbringen einen sehr großen Teil unserer Zeit unter der Woche mit diesen Menschen und manche wachsen uns etwas näher ans Herz. Wenn Sie sich mit Kollegen besonders gut verstehen, können Sie es ihnen in einer vertrauten Runde sagen oder vielleicht eine ähnliche Bekanntmachungsoption wie für Freunde wählen. Bei Kollegen, mit denen Sie nicht so freundschaftlichen Kontakt pflegen, reicht eine Bekanntmachung während eines Meetings oder eine E-Mail.

Wenn Sie Ihren Kollegen angemessen von Ihrem Babyglück erzählen möchten, gibt es hier ein paar Anregungen:

Bunte Fruchtgummiwürmchen: hiermit können Sie im Büro ihre Schwangerschaft verkünden.
  • Stellen Sie zum Beispiel in die gemeinsamen Räume oder die Küche eine Schüssel mit Fruchtgummiwürmchen. Daneben legen Sie einen Zettel mit der Aufschrift: „Von mir und meinem kleinen Würmchen.“
  • Wenn Sie in Ihrem Job besondere Arbeitskleidung tragen, ist der Kommentar „Ich werde wohl recht bald neue Anziehsachen kaufen müssen!“, ein Garant für Nachfragen. Und der Nachtrag „Mir wird nichts mehr passen!“, macht es sicher für einige Kollegen schon konkreter.
  • In einer E-Mail können Sie den Eintritt eines neuen „Mitarbeiters“ ankündigen. Dazu schreiben Sie den voraussichtlichen „Eintrittstermin“ – den errechneten Geburtstag. Wie vage Sie die Andeutungen in dieser Nachricht gestalten, ist Ihnen überlassen. Wie lange es wohl dauern wird, bis die ersten Fragen kommen? Wichtig: Der Arbeitgeber sollte über diesen Scherz informiert sein.

Abschließende Worte:

Ihnen als werdende Eltern ist es natürlich freigestellt, wann und wie Sie Ihrem Umfeld Ihre Schwangerschaft bekannt geben. Das ist eine ganz individuelle Entscheidung, die jedes Paar für sich treffen muss. Einige warten, wieder andere platzen sofort mit der Neuigkeit heraus. Lassen Sie sich nicht beirren oder von anderen Mitmenschen beeinflussen. Hören Sie auf Ihr (Baby-)Bauchgefühl!

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Carolin Stollberg Schreiben ist ihre Leidenschaft – und das am liebsten über Themen, die die Menschen wirklich bewegen. Nachdem sich Carolin Stollberg in ihrem Studium der Germanistik alle Instrumente angeeignet hat, die sie für das Schreiben guter Texte benötigt, konnte sie sich voll und ganz Ihren Interessensschwerpunkten widmen: Gesundheit und Medizin. Seit Juli 2018 schreibt sie mit Hingabe und Sorgfalt für kanyo®. Carolin Stollberg Medizinredakteurin kanyo® mehr erfahren
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