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Wichtige Fragen zum Thema Immunsystem beim Baby:

Wann entwickelt sich Babys Immunsystem?

Das Immunsystem des Kindes ist erst nach etwa einem Jahr ausgereift.1 Grundsätzlich entwickelt es sich aber ein Leben lang – mit jeder Infektion und jeder Impfung. 

Wie können Eltern das Immunsystem des Babys stärken?

Für gewöhnlich erledigt das der Organismus des Kindes von selbst. Es gibt aber Möglichkeiten, ein Neugeborenes beim Aufbau des Immunsystems zu unterstützen. Dazu gehört zum einen das Stillen, da die Mama auf diese Weise ihre Antikörper über die Muttermilch an das Kind überträgt. Zum anderen gibt es spezielle Probiotika für Babys. Diese enthalten wertvolle Bakterienkulturen, die einen positiven Einfluss auf den Darm und damit auch auf die Gesundheit des Kindes nehmen können.

Was hat der Darm mit Babys Immunsystem zu tun?

Das sogenannte Darmmikrobiom (veraltet: Darmflora) sitzt auf der Darmschleimhaut des Dickdarms und besteht aus unterschiedlichen Mikroorganismen. Diese besiedeln den kindlichen Darm zum Beispiel durch den Kontakt mit Geburtskanal und Fruchtwasser. Ihre Aufgabe ist es nicht nur, bei der Verdauung zu unterstützen, sondern auch vor dem Eindringen schädlicher Erreger zu schützen und das Immunsystem zu stärken.

Immunsystem nach der Geburt: Was ist der Nestschutz?

Dabei handelt es sich um eine passive Immunisierung des Babys, damit es direkt nach der Geburt Bakterien und Viren nicht schutzlos ausgeliefert ist. Im Mutterleib erhält das Ungeborene Antikörper der Mutter über die Plazenta und ist so zunächst gegen Infektionskrankheiten, welche die Mutter selbst durchlebt hatte oder gegen die sie geimpft ist, geschützt. Diese werden in den Monaten nach der Geburt allerdings abgebaut – aus diesem Grund ist umgangssprachlich von einer „geliehenen“ Immunität die Rede. Auch durch das Stillen können Antikörper von Mama an das Baby übergehen, sodass der Netzschutz unter Umständen verlängert wird.


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Das Immunsystem: Aufgaben und Aufbau


Das Immunsystem ist für den Menschen existenziell. Es schützt den Körper vor  

  • Krankheitserregern (Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten), 
  • Schadstoffen (zum Beispiel aus der Luft) und  
  • krankmachenden Zellveränderungen (etwas Krebszellen). 

Gelangen körperfremde Stoffe oder Substanzen – die sogenannten Antigene – in den Organismus, wird das Immunsystem in Gang gesetzt. Experten unterscheiden zwischen dem angeborenen (unspezifischen) und dem erworbenen (spezifischen) Immunsystem – beide arbeiten zusammen.  

Die unspezifische Variante besitzt jedes Neugeborene ab Geburt. Sie setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

  • Körperflüssigkeiten wie Speichel oder Magensäure 
  • Schutzmechanismen, beispielsweise Flimmerhärchen 
  • Abwehrzellen wie etwa Monozyten oder Granulozyten
  • Haut sowie Schleimhäute 
  • bestimmte Eiweiße, zum Beispiel Zytokine (Botenstoffe)  
  • Mikrobiom (Gesamtheit aller Mikroorganismen) im Darm und auf der Haut

Das angeborene Immunsystem reagiert als erste Instanz auf Antigene, kann allerdings nicht zwischen den verschiedenen Eindringlingen unterscheiden. Aus diesem Grund schaltet sich im nächsten Schritt das spezifische Immunsystem ein, das sich aus T- und B-Zellen zusammensetzt. Dabei handelt es sich um Lymphozyten, die zu den weißen Blutkörperchen gehören und beide im Knochenmark produziert werden. Die B-Zellen reifen dort auch. Die T-Zellen dagegen wandern zum Ausreifen in die sogenannte Thymusdrüse (Organ hinter dem Brustbein). Im Gegensatz zu B-Zellen können T-Zellen spezifische Antigene erkennen. Experten unterscheiden bei den T-Helferzellen zwischen TH1 und TH2, die jeweils ihre eigenen Botenstoffe freisetzen.

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Interessant:

In Familien mit allergischen Erkrankungen kann es bei der Schwangeren zu einer Verschiebung der Balance der TH1- und TH2-Zellen kommen. In zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen wurde festgestellt, dass ein Überwiegen der TH2-Antwort mit allergischen Entzündungsreaktionen in Verbindung steht.1 Das Problem dabei: Diese Dysbalance geben die Eltern mitunter an das Kind weiter. Als Folge kann auch das Kind später an Allergien leiden.

Immunsystem auf Sparflamme: Darum ist es bei Babys anfangs gedrosselt


Säuglinge kommen nicht mit einem ausgereiften Immunsystem auf die Welt. Stattdessen gehen Experten davon aus, dass Babys Immunsystem nach der Geburt regelrecht heruntergefahren ist. Dies soll als eine Art Schutzmechanismus dienen, damit die Kleinen nicht zu stark auf Bakterien und Fremdstoffe außerhalb des Mutterleibs reagieren.

Schon gewusst?

Erst nach etwa einem Jahr gilt das Immunsystem eines Neugeborenen als ausgereift.2 Bis es so weit ist, übt der Organismus der Kleinen, weswegen Säuglinge besonders anfällig für Infektionen sind.

Im Übrigen ist das Immunsystem von Kindern, die per Kaiserschnitt (sectio caesarea) auf die Welt kommen, etwas schwächer ausgeprägt als das von Babys, die auf natürliche Weise entbunden wurden. Das äußert sich im späteren Leben zum Beispiel darin, dass Kaiserschnitt-Kinder häufiger an chronischen, mit dem Immunsystem verbundenen Krankheiten leiden.3 Der Grund: Bei einer Sectio werden bestimmte Bakterien, die das kindliche Immunsystem positiv beeinflussen können, nicht von der Mutter auf das Neugeborene übertragen, da das Kind nicht mit dem Milieu des Geburtskanals in Berührung kommt. Deswegen empfehlen Ärzte, Kinder nur per Kaiserschnitt zu entbinden, wenn eine medizinische Notwendigkeit besteht. 

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Babys Immunsystem stärken – geht das?


Für gewöhnlich passt sich das Immunsystem der Babys von selbst an. Es gibt aber durchaus die Möglichkeit, es bei diesem Prozess zu unterstützen. Da rund 80 Prozent der Immunzellen auf der Darmschleimhaut sitzen, kann es – auch für werdende Mamas – Sinn machen, die Zusammensetzung der Bakterien im Darmmikrobiom zu beeinflussen.4

Was ist das Darmmikrobiom?

Das Darmmikrobiom ist die Gesamtheit aller Mikroorganismen, die den Darm besiedeln. Bekannt ist es auch unter dem Namen Darmflora oder intestinale Mikrobiota. Ein intaktes Darmmikrobiom ist nicht nur für die Verdauung wichtig, sondern auch für das Immunsystem und für die Abwehr von Krankheitserregern. Ist das Mikrobiom noch nicht ausgereift – wie es bei Babys der Fall ist – funktioniert das Immunsystem nur eingeschränkt.

Das Darmmikrobiom bereits ab der Schwangerschaft beeinflussen


Da Mütter ihre Mikroorganismen sozusagen an die Kinder weitergeben, kann es förderlich sein, die Zusammensetzung des mütterlichen Darmmikrobioms bereits in der Schwangerschaft zu formen. Hierfür gibt es unterschiedliche Möglichkeiten: 

  • Ernährung: Wissenschaftlichen Studien zufolge kann eine überwiegend pflanzliche Ernährung die Zusammensetzung im Darm positiv beeinflussen.5 So sollen zum Beispiel ballaststoffreiche Lebensmittel wie Gemüse oder Vollkornprodukte das Wachstum schützender Bakterien fördern. 
  • Probiotika: Spezielle Präparate für Schwangere und Stillende aus der Apotheke haben unter Umständen einen positiven Effekt auf die Darmflora. Sie enthalten Bakterienstämme, welche unter anderem an der Bildung von B-Lymphozyten beteiligt sind, die wiederrum wichtig für die Produktion von Antikörpern sind. Es gibt sogar bestimmte Probiotika, die Eltern dem Baby selbst über die Flaschenmilch verabreichen können, falls die Mutter nicht stillt.

Was sind Probiotika?

Dabei handelt es sich um Präparate mit lebendigen Mikroorganismen (probiotische Bakterien), die sich positiv auf den Darm und damit auch auf die Gesundheit auswirken können. Zu den nützlichen Bakterienstämmen gehören beispielsweise Bifidobakterien und Laktokokken.

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Ausgewählte Probiotika können auch einer Dysbalance der TH1- und TH2-Zellen entgegenwirken, was Kindern von Müttern mit Allergien in der Familie zugute kommt. Bei einer Einnahme in den letzten Schwangerschaftswochen und – bei stillenden Mamas – bis zum Ende des 1. Lebensjahres des Babys kann das Auftreten von allergischen Erkrankungen beim Kind unter Umständen reduziert werden.

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Monika Hortig Die ersten Artikel schrieb Monika Hortig in ihrem Kinderzimmer und speicherte sie noch auf Diskette. Dass sie eines Tages Redakteurin werden möchte, wusste sie schon sehr lange. Deswegen zog es sie nach ihrem Studium in die Münchener Verlagswelt. Nach diversen Praktika in Online-Redaktionen absolvierte sie ihr Volontariat bei verschiedenen Lifestyle-Magazinen – unter anderem mit Schwerpunkt Sport und Ernährung. Das steigende Interesse für medizinische Themen führte sie letztendlich zu kanyo®. Als Medizinredakteurin kann sie hier ihre beiden Vorlieben – Online-Journalismus und Gesundheit – vereinen. Monika Hortig Medizinredakteurin kanyo® mehr erfahren
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