Die 8. Schwangerschaftswoche: Der 2. Monat ist fast geschafft!

Zunächst können Sie sich gratulieren: In der achten Schwangerschaftswoche endet der zweite Monat der Schwangerschaft. Somit liegen bereits zwei Drittel der Frühschwangerschaft hinter Ihnen. Wie hat sich der Embryo inzwischen entwickelt? Und welche Tipps helfen gegen Beschwerden in der achten Woche?

In der 8. Schwangerschaftswoche stehen erste Ultraschalluntersuchungen an

Zahlen und Daten zum Embryo in der 8. Schwangerschaftswoche

Umso älter der Embryo wird, desto individueller verläuft seine Entwicklung. Das heißt, Standardwerte etwa zu Größe und Entwicklung treffen oft nicht mehr so stark zu wie zu Beginn der Schwangerschaft. Trotzdem gibt es gewisse Durchschnittswerte zu Größe, Gewicht, Alter und Herzschlag in der achten Schwangerschaftswoche.

Zahlen und Daten zum Embryo in der 8. Schwangerschaftswoche

Umso älter der Embryo wird, desto individueller verläuft seine Entwicklung. Das heißt, Standardwerte etwa zu Größe und Entwicklung treffen oft nicht mehr so stark zu wie zu Beginn der Schwangerschaft. Trotzdem gibt es gewisse Durchschnittswerte zu Größe, Gewicht, Alter und Herzschlag in der achten Schwangerschaftswoche.

GrößeDie Scheitel-Steiß-Länge (SSL) des Embryos beträgt etwas über zehn Millimeter, gegen Ende der achten Woche ist er etwa fünf Millimeter größer. Das ist in vergleichbar mit der Größe einer Himbeere.
GewichtDer Embryo wiegt inzwischen circa 1,5 Gramm.
AlterDer Embryo ist in der achten Schwangerschaftswoche etwa sechs Wochen alt. Die Berechnung des Geburtstermins startet mit dem ersten Tag der letzten Regelblutung, also vor der eigentlichen Befruchtung, da dieser Termin meist unbekannt ist. Aus diesem Grund stimmen Schwangerschaftswoche und Alter des ungeborenen Kindes nicht überein.
HerzschlagDas kleine Herz schlägt mit 150 Schlägen pro Minute etwa doppelt so schnell wie das der Mutter.

Der Embryo nimmt immer mehr Gestalt an

In der siebten Schwangerschaftswoche erinnert der Kopf des Embryos – speziell die Augenpartie – noch an einen Fisch. Mit der achten Schwangerschaftswoche nimmt der Embryo Gestalt an und sieht immer mehr nach einem kleinen Menschen aus. Gerade die Entwicklung des Kopfes gibt dafür den Ausschlag.

  • Die vorhergehenden Wochen hatte der Embryo seinen großen Kopf nach vorne geneigt. In der achten Schwangerschaftswoche hebt sich der Kopf und der Körper streckt sich.
  • Bisher wurde das Körpergerüst von Knorpelzellen gebildet, die sich jetzt zu Knochen herausbilden.
  • Der Schädel ist noch quasi durchsichtig, da er aus dünnem Knorpelgewebe besteht. Dahinter kann man das Gehirn erkennen. Aus Blasen im Stirnbereich entsteht später das Großhirn und auch die Vorläufer anderer Gehirnbereiche sind bereits in den Tiefen des Schädels vorhanden.
  • Auch wenn das Gesicht des Embryos noch nicht dem eines Menschen gleicht, kann man an der kleinen Nase Nasenlöcher erkennen und der Mund formt sich. Die Augen sind von einer dünnen Haut überzogen, die späteren Augenlider. In der achten Schwangerschaftswoche entwickelt sich neben den Augen auch das Innenohr.

Der Embryo kann sich dank der Nerven in Armen und Beinen bereits bewegen. In dem Stadium der Schwangerschaft spürt die Mutter das allerdings noch nicht.

8. Schwangerschaftswoche : Was hilft gegen Beschwerden?

Gerade in der Frühschwangerschaft, also in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten, haben viele Frauen typische Beschwerden. Wir haben einige Tipps für Sie gegen Übelkeit, Erschöpfung und Co. Da man in der Schwangerschaft auf Medikamente verzichten sollte, handelt es sich nur um Hausmittel, deren Vorzüge auch in der Schwangerschaft genutzt werden können.

Das hilft gegen Übelkeit in der Schwangerschaft

Die häufigste Beschwerde in der Frühschwangerschaft ist Übelkeit. Die Morgenübelkeit ist berühmt-berüchtigt, aber bei vielen Frauen macht sich Übelkeit auch zu anderen Tageszeiten bemerkbar. Ein gutes Hausmittel gegen Übelkeit ist ein Tee aus Ingwer. Sie können bis zu vier Tassen pro Tag trinken. Frischer Ingwer ist gerieben besonders intensiv, ein halber Teelöffel pro Tasse reicht.

Wenn es im Bauch zieht

Bei Ziehen und Drücken im Unterbauch bekommen viele Frauen Panik. Oft sind diese leichten Schmerzen aber völlig unbedenklich. Es sind meist lediglich Anzeichen dafür, dass die Gebärmutter wächst und sich die Bänder dehnen und lockern. Diese Anpassungsreaktion des Körpers ist ungewohnt, geht aber auch schnell vorbei. Bei schlimmeren Schmerzen oder Krämpfen sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen.

Was tun gegen Erschöpfung?

Während der Schwangerschaft nimmt das Blutvolumen der Mutter stark zu, um das Kind mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen. Daher muss auch der Kreislauf viel mehr leisten, um das Blut durch den Körper zu pumpen. Viele Schwangere leiden daher unter Atemnot bei Anstrengung oder sind schneller erschöpft. Das ist nicht bedenklich und eine ganz normale Anpassungsreaktion des Körpers.

  • Lassen Sie sich Zeit zu verschnaufen.
  • Erlernen Sie Atemübungen, diese können Ihnen helfen, Atemnot in den Griff zu bekommen.
  • Gehen Sie häufig an die frische Luft, denn dort fällt das Atmen meist leichter.
  • Trinken Sie genug, das kann gegen Kreislaufproblemen helfen.

Bei ständiger Müdigkeit können Sie tagsüber ein Mittagsschlaf machen, um sich ausgeruht Ihren Aufgaben widmen zu können.

Was tun bei Stimmungsschwankungen?

Wenn die Hormone durcheinander sind, wirkt sich das oft auch auf die Stimmung aus. Gerade im ersten Drittel der Schwangerschaft haben viele Frauen Stimmungsschwankungen. Und während der Schwangerschaft machen sich einige Sorgen – etwa wegen der Gesundheit des Kindes oder der finanziellen Situation. Diese Bedenken drücken zusätzlich auf die Stimmung.

Das können Sie tun, um mehr Ruhe zu finden:

  • Denken Sie daran, dass wechselnde Gefühle in der Situation normal sind und versuchen Sie es zu akzeptieren. Denn so stehen die Chancen besser, dass die Stimmungsschwankungen wieder nachlassen.
  • Nehmen Sie sich bewusst Auszeiten zum Entspannen und setzen Sie sich nicht unter Druck.
  • Reden Sie mit Ihrem Partner, Freunden oder Familie über Ihre Sorgen und Ängste.

Sprechen Sie sich bei großen Problemen auch mit Ihrem Arzt ab. Wenn depressive Phasen oder Schlafstörungen auftreten, sollten Sie das nicht ignorieren. Unter Umständen kann es ratsam sein, psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ab dem vierten Schwangerschaftsmonat – also im zweiten Trimester – werden Stimmungsschwankungen in der Regel milder, da der Hormonhaushalt sich langsam einpendelt.

Zum Informieren: Frühschwangerschaftskurse

Bei Hebammen und anderen Anlaufstellen können Schwangere in dieser Zeit Frühschwangerschaftskurse belegen. Hier werden wichtige Fragen zu dieser Phase der Schwangerschaft beantwortet, zum Beispiel zur richtigen Ernährung und Beschwerden.



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