Ein Wachstums-Marathon: Das Baby im Mutterleib


Während der Schwangerschaft legt das Baby einen wahren Wachstums-Marathon hin. Schließlich wird in dem recht überschaubaren Zeitraum von 9 Monaten aus einer einzigen Eizelle ein Baby – und dafür müssen bis zur Geburt etwa 3.000.000.000.000 (Billionen) Zellen produziert werden. Das bedeutet, dass während einer Schwangerschaft pro Minute durchschnittlich acht Millionen neue Zellen entstehen.

Und nicht nur das: Es müssen Zellen mit vielen verschiedenen Funktionen entwickelt werden. Nervenzellen, Blutzellen, Nährzellen, Drüsenzellen um nur eine kleine Auswahl zu nennen. All diese Zellen müssen koordiniert miteinander wachsen und sich verknüpfen, damit die körperliche Entwicklung des Säuglings erfolgreich voranschreitet.

Was beeinflusst das Wachstum eines Babys?


Die körperliche Entwicklung eines Babys ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Sicherlich werden in der DNA, also im Erbgut, bereits Anlagen verankert, aber es kommen noch weitere externe Faktoren hinzu. Dazu gehören in erster Linie:

Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass die Vererbung Körpergewicht und Wachstum eines Babys stark beeinflussen. Allerdings spielt auch der Speiseplan in den ersten Jahren eine große Rolle. Ein Kind verbraucht im Vergleich zu einem Erwachsenen etwa doppelt so viele Kalorien, bezogen auf das Körpergewicht. Denn es muss nicht nur die Körperfunktionen aufrechterhalten, sondern auch wachsen, die 5 Sinne schärfen und Organe ausbilden.

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Körperliche Entwicklung: Ein Neugeborenes muss wachsen


Vergleicht man die Überlebensfähigkeit eines menschlichen Neugeborenen mit denen tierischer Babys, erblicken sie recht unreif das Licht der Welt. Menschliche Babys können zwar atmen und verfügen über überlebenswichtige Reflexe wie das Saugen an der mütterlichen Brust, darüber hinaus benötigen sie jedoch vergleichsweise viel Fürsorge. Ein Überleben wäre ohne die elterliche Unterstützung nicht möglich. In den ersten Wochen und Monaten muss sich das Baby also in erster Linie körperlich weiterentwickeln und wachsen.

Wachstum eines Babys in den ersten Jahren


Bei der Geburt ist ein durchschnittliches Baby in Deutschland 52 cm groß und wiegt knapp 3,5 Kilogramm. Mädchen sind in der Regel etwas leichter. Allerdings können diese Werte stark variieren. So kann ein gesundes Baby durchaus mit 2,3 Kilogramm das Licht der Welt erblicken oder mit knapp 5 Kilogramm Geburtsgewicht. Auch danach verläuft das Wachstum eines Babys sehr unterschiedlich.

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Im Durchschnitt wächst ein Kind…

  • … in den ersten zwölf Monaten etwa 25 cm.
  • … im zweiten Lebensjahr um 12,5 cm.
  • … im sechsten Lebensjahr um etwa 5 cm.

Während der Teenagerzeit legt das Wachstum dann noch einmal zu. Entsprechend nimmt auch das Gewicht in den ersten beiden Jahren deutlich schneller zu, als in den Jahren danach. Die Größe eines Kindes wird stark durch die Größe der Eltern beeinflusst. Aber auch hier gibt es immer wieder erstaunliche Ausnahmen.

Achtung Wachstumsschub!

Ihr Baby quengelt vermeintlich ohne Grund. Schläft es plötzlich gar nicht oder besonders viel? Es hat auf einmal ständig Hunger? Solche auffälligen Verhaltensweisen können auf eine Veränderung wie das Zahnen hinweisen. Es kann jedoch auch ein allgemeiner Wachstumsschub dahinterstecken.

Babys durchlaufen im ersten Jahr typischerweise in folgenden Wochen einen Wachstumsschub: 5., 8., 12., 19., 26., 37. und 47. Lebenswoche.

Körperliche Entwicklung: Der Knochenbau


Ein Neugeborenes kommt mit relativ weichen Knochen zur Welt, die überwiegend aus Knorpel bestehen. Auch der Schädel ist noch nicht ganz ausgebildet. In den ersten Lebensmonaten müssen die Knochen verfestigt werden, um Stabilität zu erlangen. Dafür lagert der Körper in erster Linie Mineralien ein.

Für den Knochenbau ist Vitamin D von großer Bedeutung. Es kann vom Körper nicht eigenständig produziert werden, sondern entsteht durch den Kontakt mit Sonnenlicht auf der Haut. Darum werden Babys in Deutschland in ersten zwölf Lebensmonaten standardmäßig mit Vitamin D versorgt. Ein Vitamin D-Mangel während dieser sensiblen Wachstumsphase kann mitunter eine Rachitis (auch englische Krankheit genannt) entwickeln und sich durch Verformungen im Skelett zeigt.

Ernährung und Wachstum beim Baby


Für die körperliche Entwicklung benötigt das Baby Nährstoffe. Wird das Baby nicht ausreichend ernährt, kann es zu Wachstumsverzögerungen kommen. In den ersten zwölf Monaten reicht Muttermilch oder Flaschenmilch in der Regel aus.

Kinderärzte raten, ab einem gewissen Punkt mit Beikost anzufangen. Im Schnitt wird die erste feste Nahrung mit etwa sechs Monaten angeboten. Wann ein Baby beginnt Brei zu essen, ist aber sehr individuell. Viele Babys erhalten schon ab vier Monaten Brei, andere erst deutlich später. Dies hängt auch mit dem Aktivitätslevel eines Babys zusammen.

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Barbara Ward Barbara Ward ist freie Autorin der Redaktion. Sie studierte Medienwissenschaften und Journalismus in Köln und Berlin. In Gesundheitsfragen kennt sie sich aus, denn sie schreibt schon seit vielen Jahren für Fachverlage, Medizin-Websites und Krankenversicherungen. Eine ausgewogene Perspektive und fundierte Recherche liegen ihr im Sinne der Leser besonders am Herzen. Barbara Ward Autorin kanyo® mehr erfahren