Die 15. Schwangerschaftswoche bringt viele Veränderungen

Das zweite Trimester wird von vielen Frauen als schönste Zeit der Schwangerschaft erlebt. Beschwerden sind weniger häufig und Frauen fühlen sich jetzt immer wohler in Ihrer Rolle als werdende Mutter. Beim Fötus haben sich inzwischen Organe wie Herz und Leber entwickelt. Trotz der erfreulichen Entwicklung des Fötus haben einige Frauen aber auch mit Problemen zu kämpfen: Lesen Sie hier, was bei Stress und Zahnproblemen zu tun ist.

Schwangere in der 15. Schwangerschaftswoche sieht sich Ultraschallbild an.

Der Fötus in der 15. Schwangerschaftswoche

In der 15. Schwangerschaftswoche ist das kleine Wesen in Ihrem Bauch ungefähr 8,5 Zentimeter groß und 50 Gramm schwer, das ist etwa so viel wie ein Hühnerei. Inzwischen haben sich die Geschmacksknospen des Fötus entwickelt. Bis zum letzten Trimester der Schwangerschaft wird sich der Geschmackssinn des Babys so weit ausbilden, dass es geschmackliche Unterschiede wie süß oder würzig im Essen der Mutter bemerkt, denn dadurch verändert sich auch der Geschmack des Fruchtwasser. Generell schmeckt die Flüssigkeit eher süß.

Herz, Leber und Co.: Wie entwickeln sich die Organe?

Die Organe des Fötus haben bereits seit einiger Zeit ihre Funktion aufgenommen. Allerdings reifen die Prozesse noch weiter aus.

  • Das Herz hat sich vollständig entwickelt. Es pumpt Blut zu allen Organen des Kindes und versorgt den kleinen Körper so mit Sauerstoff und Nährstoffen von der Mutter. Es sind in der 15. Schwangerschaftswoche etwa 28 Liter Blut, die dabei jeden Tag durch den Organismus fließen.
  • In der Leber wird jetzt Gallenflüssigkeit produziert. Diese Flüssigkeit trägt dazu bei, dass der Körper Fette verstoffwechseln kann.
  • In der Bauchspeicheldrüse wird Insulin produziert. Das Hormon ist dafür nötig, den Blutzuckerspiegel zu senken.

Loch im Herzen

Im Moment atmet das Kind noch keine Luft, daher muss die Lunge das Blut noch nicht mit Sauerstoff anreichern und der Lungenkreislauf wird umgangen. Dafür hat das Kind ein Loch im Herzen (Foramen ovale), zwischen den beiden Herzvorhöfen. Blut fließt so ungehindert von der einen Herzhälfte in die andere, ohne die Lunge zu passieren. Die türartige Öffnung schließt sich normalerweise in den ersten Tagen nach der Geburt.

Die Mama in der 15. Schwangerschaftswoche

In der 15. Schwangerschaftswoche kann man bei vielen Müttern auch von außen sehen, dass sie schwanger sind. Denn der Bauch wächst. Einige Frauen spüren auch schon Kindsbewegungen. Gerade wenn es nicht die erste Schwangerschaft ist, können Frauen die zaghaften Bewegungen im Bauch bereits dem Baby zuordnen. Es fühlt sich etwa so an, wie das Flattern von Schmetterlingsflügeln.

Was tun bei Stress?

Auch wenn Sie jetzt schon im 2. Trimester der Schwangerschaft sind, steht das Leben um Sie herum nicht still. Im Gegenteil: Zu den alltäglichen Verpflichtungen sind jetzt noch Untersuchungen und Geburtsvorbereitung auf dem Terminkalender dazu gekommen. Viele Frauen machen sich zusätzlich Sorgen, ob das Kind Ihren Stress zu spüren bekommt.

Vorübergehender Stress schadet in der Regel nicht. Es ist aber sinnvoll, etwas gegen Unruhe und Hektik zu tun: Nehmen Sie sich hierzu bewusst Auszeiten vom stressigen Alltag. Unternehmen Sie zum Beispiel einen Spaziergang an der frischen Luft oder gönnen Sie sich ein Entspannungsbad.
Verschwinden Stress und Sorgen jedoch nicht und kommen Schlafprobleme oder psychische Probleme wie andauerndes Gedankenkreisen hinzu, sollten Sie das beobachten. Denn große seelische und körperliche Belastungen können unter Umständen auch vorzeitige Wehen auslösen. Zögern Sie daher nicht, sich Hilfe zu suchen und beraten Sie sich mit Ihrem Partner, Freunden oder Ihrer Familie. Außerdem gibt es

  • Beratungsstellen,
  • Selbsthilfegruppen oder
  • Psychotherapeuten, die Sie in schwierigen Phase unterstützen können.

Fragen Sie am besten bei Ihrem Frauenarzt oder Ihrer Hebamme nach Adressen.

Zahngesundheit in der Schwangerschaft

Um die 15. Schwangerschaftswoche sollten Sie daran denken, zum Zahnarzt zu gehen. Denn verschiedene Faktoren spielen in der Schwangerschaft zusammen, die zu Karies oder Zahnfleischentzündungen führen können:

  • Der veränderte Hormonhaushalt wirkt sich auf die Zähne aus.
  • Häufiges Erbrechen kann den Zahnschmelz angreifen.
  • Stärker durchblutetes Zahnfleisch neigt zum Bluten.
  • Es besteht ein erhöhter Calciumbedarf für den Aufbau von Knochen und Zähnen des Babys.

Um den Zahnproblemen vorzubeugen, putzen Sie sich zweimal täglich die Zähne mit einer weichen Zahnbürste und benutzen Sie regelmäßig Zahnseide. Außerdem sollte Ihre Kost genug Calcium enthalten. Bei einer ausgewogenen Ernährung mit Milch- und Sojaprodukte oder auch Mandeln wird der Bedarf meist zur Genüge gedeckt.

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