Schwangerschaftsbeschwerden

Während einer Schwangerschaft läuft der Körper auf Hochtouren. Viele Veränderungen stehen an, insbesondere hormoneller Art. Schwangere Frauen spüren dies unter anderem an lästigen Schwangerschaftsbeschwerden.

Schwangere liegt im Bett aufgrund von Schwangerschaftsbeschwerden

Die typischen Beschwerden einer Schwangerschaft sind oft auch die ersten Anzeichen: Plötzliche Morgenübelkeit, gespannte Brüste oder Müdigkeit lassen die Frau bereits ahnen, dass sie schwanger ist. Besonders im ersten Schwangerschaftsdrittel ändert sich der Hormonhaushalt enorm.

Denn die Organe und der gesamte Stoffwechsel stellen sich auf die zusätzliche Versorgung des Kindes ein. Darauf reagiert der Körper mit den bekannten Beschwerden einer Schwangerschaft.
Zu den häufigsten Beschwerden gehören:

Schwangerschaftsbeschwerden ändern sich

Im Verlauf der Schwangerschaft ändern sich auch die Beschwerden. Während in den ersten Monaten vieles auf die gesteigerte Hormonausschüttung zurückzuführen ist, spielt das zusätzliche Gewicht in den letzten Monaten eine große Rolle.

Die Morgenübelkeit ist normalerweise nach drei Monaten überwunden. Dafür kommt es im letzten Schwangerschaftsdrittel vermehrt zu geschwollenen Beinen, Schlaflosigkeit oder Rückenschmerzen. Außerdem können das heranwachsende Kind und die Gebärmutter Nerven einklemmen oder ungünstig auf die Organe der Mutter drücken. Muskelschmerzen und Sodbrennen sind dann die klassischen Beschwerden während der Schwangerschaft.

Da jede Schwangerschaft sehr individuell verläuft, nehmen schwangere Frauen auch die lästigen Begleiterscheinungen unterschiedlich wahr. So leiden einige sehr deutlich unter der körperlichen Umstellung, andere weniger.

Wenn die Beschwerden während der Schwangerschaft ungewöhnlich stark werden, sollte immer ein Arzt hinzugezogen werden, um eine Gefährdung von Mutter und Kind auszuschließen. Auch bei Blutungen, vorzeitigen Wehen, Bluthochdruck oder Fieber sollten Schwangere umgehend einen Arzt aufsuchen.

Alternative Methoden statt Medikamente

Die Einnahme von Medikamenten gestaltet sich in der Schwangerschaft schwierig. Selbst auf pflanzliche Mittel sollte stets nur in Absprache mit einem Arzt zurückgegriffen werden. Denn auch scheinbar harmlose Arzneien können die Entwicklung des Kindes beeinträchtigen, da die Wirkstoffe von der Mutter auf das Kind übergehen.

Bedenkenlos sind viele alternative Therapieformen wie Akupunktur. Oft begegnen Frauen diesen Methoden erstmalig in der Schwangerschaft, wenn der Wunsch nach medikamentenfreien Lösungen entsteht. Gerade in der Schwangerschaft können solche sanften Verfahren, die den Körper ganzheitlich betrachten, sehr erfolgreich sein. Optimal ist, wenn medizinische und alternative Behandlungen Hand-in-Hand gehen.

Beschwerden in der Schwangerschaft: Was hilft?

Mithilfe der geburtsvorbereitenden Akupunktur lassen sich Schwangerschaftsbeschwerden wie Übelkeit, Migräne, Schlafstörungen oder Rückenschmerzen sowie das Karpaltunnelsyndrom (Kribbeln in den Händen) lindern. Eine Bach-Blüten-Therapie wirkt vor allem kräftigend und stabilisierend. Bei Stimmungsschwankungen und Sorgen rund um die Schwangerschaft können die pflanzlichen Mittel helfen, die nötige Balance zu finden. Schüßler-Salze sind bei einer Vielzahl von Beschwerden einsetzbar, darunter Kopfschmerzen, Sodbrennen oder Verdauungsprobleme.

Physiotherapie und Massagen bringen besonders in den letzten Monaten der Schwangerschaft Erleichterung, wenn das zusätzliche Gewicht des ungeborenen Kindes Rücken- oder Muskelschmerzen verursacht.
Weitere bewährte Verfahren sind:

  • Fußreflexzonen-Massage
  • Akupressur
  • Yoga und Meditation
  • Kräuter- und Aromatherapie

Eine Schwangerschaft kann auch Linderung bringen

Trotz lästiger Beschwerden in der Schwangerschaft gibt es auch gute Nachrichten: Nach einer Schwangerschaft verschwinden bei vielen Frauen Menstruationsschmerzen. Migränepatientinnen sind nicht selten in den letzten sechs Monaten einer Schwangerschaft frei von jeglichem Kopfschmerz.

Und auch Asthma und Allergien können nach einer Schwangerschaft deutlich milder ausfallen als zuvor.