Die erste Zeit mit Baby

Endlich ist das Baby da. Die ersten Momente mit dem neuen Erdenbürger sind meistens voller Glück und Freude. Trotzdem ist das neue Elterndasein auch anstrengend und schwierig. Nach der Geburt muss sich die Familie erst einmal organisieren und in Ruhe kennenlernen.

Mutter mit Neugeborenem: Kennenlernphase und die erste Zeit als Familie

Für ein Neugeborenes ist das Leben ein großes Abenteuer. Während im Bauch gedämpftes Licht und Schwerelosigkeit herrschten, kommen nun viele neue Eindrücke auf das Baby zu: Schwerkraft, helles Licht, Gerüche, fremde Menschen und viel mehr. Mit all dem muss ein Säugling erst einmal zurechtkommen.

Aber auch für die Eltern sieht das Leben nach der Geburt ganz anders aus. Das Baby ist vollständig auf Mutter und Vater angewiesen. Es möchte längst nicht nur essen und schlafen, sondern kuscheln und in Sicherheit gewiegt werden. Das kann viel mehr Zeit in Anspruch nehmen, als man sich vorgestellt hat.

Den Weg als Familie finden

Frischgebackene Eltern sind manchmal auch deshalb mit ihrer Rolle etwas überfordert, weil meist nicht von Problemen die Rede ist, wenn es um die erste Zeit mit dem Baby geht. In der Gesellschaft wird erwartet, dass Eltern überglücklich sind und ihren Alltag mit links bewältigen. Dabei braucht es Zeit, einander kennenzulernen und das Leben neu zu organisieren.

Tipp: Hilfreich ist es, sich nicht von vermeintlichen Idealen leiten zu lassen. Was Familie ist, entscheidet jeder für sich: Mit oder ohne Trauschein, als berufstätige Eltern oder in Elternzeit, alleinerziehend oder zu zweit, traditionell mit Mutter und Vater oder als Regenbogenfamilie, im Eigenheim auf dem Land oder in der Mietwohnung mitten in der Stadt... Die Lebenskonzepte von Familien sind heute bunt und vielseitig. Erst nach der Geburt können Sie wirklich herausfinden, welchen Weg Sie gehen möchten.

Nach der Geburt: Das Baby hat Hunger

Im Wochenbett dreht sich bei den meisten jungen Familien zunächst fast alles um die Ernährung des Kindes. Wenn es mit dem Stillen gut klappt, sind die Mütter damit einige Stunden am Tag beschäftigt.

Die Stillzeit bedeutet auch, sich weiterhin angepasst zu ernähren und rund um die Uhr bei dem Baby zu sein. Aber dafür ist mit der Muttermilch die perfekte Nahrung in der idealen Temperatur stets dabei – und das völlig kostenlos. Bei Flaschenkindern haben die Mütter schneller ihre Unabhängigkeit zurück, gleichzeitig können sich die Väter stärker einbringen.

Körperliche Veränderungen bei Mutter und Kind

Nach der Geburt verändert sich auch wieder der Körper der Frauen. Die hormonellen Umstellungen können zu Stimmungsschwankungen und traurigen Phasen führen. Der Baby-Blues oder sogar eine Wochenbettdepression treffen mehr Mütter, als man denkt. Außerdem wünschen sich viele Frauen, endlich wieder in ihre gewohnte Kleidung zu passen. Abnehmen und Rückbildung sind jedoch Themen, die man besser mit Ruhe und nicht übereilt angeht.

Auch die körperliche Entwicklung des Kindes spielt in den ersten Wochen eine große Rolle. Der kleine Erdenbürger muss kräftig wachsen und gedeihen. Das überprüft der Kinderarzt im Rahmen der sogenannten U-Untersuchungen.

Die Eltern als Team

Neben der Babypflege ist die Hauptaufgabe der Eltern eigentlich, ein gutes Team zu werden. Die erste Zeit mit dem Baby ist intensiv, spannend, herausfordernd und bereichernd. Viele Fragen müssen beantwortet, kleine und große Sorgen gemeistert werden. Bei all den vielen neuen Aufgaben und Verantwortungen ist eine gute Arbeitsteilung das A und O.

Dabei kann es auch zu Konflikten kommen. Vielleicht reagiert der Partner plötzlich völlig ungewohnt oder zeigt unbekannte Schwächen. Die Zeit mit dem Baby gemeinsam zu erleben, ist eine völlig neue, aber auch besondere Erfahrung für die Eltern, die gerade noch zu zweit waren. Strukturen und Absprachen müssen dem Familienalltag angepasst werden. Sich in dieser Phase aufeinander verlassen zu können, ist die beste Basis für die gemeinsame Zukunft als Familie.

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